München · Retreats & Auszeiten
Du suchst ein Retreat in oder rund um München? Hier findest du mehrtägige Auszeiten, Wochenend-Retreats und Silent Retreats — in der Stadt, am Tegernsee, am Starnberger See, im Voralpenland und in den bayerischen Bergen.
7 Termine gefunden.
Mi., 13. Mai 2026 · 12:00
Tannenhof
Do., 14. Mai 2026 · 10:00
Di., 26. Mai 2026 · 12:00
Spiritual Touch
Fr., 3. Juli 2026 · 12:00
München hat als Retreat-Region einen entscheidenden Vorteil: Du fährst eine knappe Stunde Richtung Süden und bist mitten in einer der schönsten Naturkulissen Deutschlands. Tegernsee, Schliersee, Starnberger See, Ammersee, dazu das gesamte bayerische Voralpenland und der Übergang in die Alpen. Für ein Wochenend-Retreat ist das fast der Idealzustand: nah genug für Anreise per Bahn, weit genug, dass du das Stadtleben hinter dir lässt.
Die Retreats in dieser Region verteilen sich grob auf drei Cluster. Erstens: alte Bauernhöfe und Seminarhäuser am See oder in den Bergen, oft seit Jahrzehnten als Rückzugsorte etabliert. Zweitens: kleinere, neuere Häuser, die von Facilitator-Crews betrieben werden — meistens im Umkreis eine Autostunde rund um München. Drittens: Tagungs- und Klosterhäuser, die teils sehr klassisch geführt werden (z.B. zen-buddhistische Retreatzentren oder katholische Klöster, die ihre Räume auch für säkulare Formate öffnen).
In München selbst gibt es eher Tages- und Wochenend- Workshops als klassische mehrtägige Retreats. Die längeren Formate finden fast ausschließlich im Umland statt — was Sinn ergibt, weil ein Retreat ja gerade vom Verlassen der Alltagsroutine lebt.
Die Spannweite ist groß. Silent Retreats nach Vipassana- oder Zen-Tradition gehören zu den intensivsten Formaten — fünf, sieben oder zehn Tage komplette Stille, oft sieben bis zehn Stunden Meditation am Tag. In Bayern gibt es dafür mehrere etablierte Zentren, vor allem im Voralpenland.
Yoga-Retreats sind oft die erste Wahl, wenn jemand zum ersten Mal mehrtägig wegfährt. Meistens drei bis sieben Tage, mit zweimal täglich Praxis, Meditation, Pranayama und genug Pausen. Tantra-Retreats und Embodiment- Wochenenden gehen in eine andere Richtung — mehr Bewegung, mehr Begegnung, oft Gruppenprozesse. Breathwork-Retreats kombinieren intensive Atemarbeit mit Integration über mehrere Tage.
Daneben gibt es zunehmend hybride Formate: Yoga + Wandern, Meditation + Schweige-Tage in den Bergen, Cacao Ceremonies kombiniert mit Tanz, Frauen- und Männer- Retreats mit gezielter Themenarbeit. Wer das erste Mal fährt, ist meistens bei einem klassischen Yoga- oder Meditation-Retreat besser aufgehoben — das sind die Formate mit der klarsten Struktur.
Es gibt drei Dinge, die ein Retreat tragen oder kippen lassen: der Ort, die Facilitator:innen, die Gruppe. Der Ort schafft das Container-Feeling — ein Haus, in dem schon tausend Menschen sich zurückgezogen haben, fühlt sich anders an als ein generisches Hotel. Die Facilitator:innen entscheiden, wie sicher und wie tief der Raum wird. Und die Gruppe entscheidet, ob du dich öffnest oder nicht.
Ein Wochenend-Retreat (Fr–So mit Vollpension) liegt meistens zwischen 350 und 600 Euro. Längere Formate (5–7 Tage) starten bei 700 Euro und gehen bis 2000 Euro für sehr aufwändige Häuser. Silent Retreats in buddhistischen Zentren sind oft günstiger oder im Dana-Prinzip (freie Spende plus Unterkunfts-Beitrag).
Bei den meisten Wochenend-Retreats: Unterkunft, Vollpension (oft vegetarisch oder vegan), das gesamte Programm, Begleitung. Anreise meistens nicht. Manche Häuser haben Einzel- und Doppelzimmer mit Aufpreis für Einzelbelegung.
Bei klassischen Yoga- und Meditation-Retreats: Nein. Auch Anfänger:innen sind willkommen. Bei intensiveren Formaten (Vipassana 7+ Tage, Holotropic-Retreats, fortgeschrittene Tantra-Wochenenden) wird oft Vorerfahrung empfohlen oder vorausgesetzt — steht meistens in der Beschreibung.
Bei seriösen Anbietern: Du kannst gehen. Niemand hält dich gegen deinen Willen fest. Manche Retreats haben Stornierungsbedingungen für die Bezahlung, aber den Aufenthalt selbst kannst du jederzeit beenden. Wenn du unsicher bist, frag den Veranstalter vorher.
Hängt vom Format ab. Silent Retreats erwarten meistens komplette Handy-Abgabe. Andere Formate erlauben Handy in begrenzten Zeitfenstern oder im eigenen Zimmer. Es lohnt sich, die Handy-Nutzung wirklich zu reduzieren — der größte Anteil der Wirkung kommt genau daher.
Aus München sind die meisten Retreats im Umland in 30 bis 90 Minuten erreichbar — per Bahn (BOB Richtung Tegernsee/Schliersee, S-Bahn an die Seen) oder per Auto. Viele Veranstalter organisieren Fahrgemeinschaften für Teilnehmer:innen aus München.
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40 km südlich von München
Wenn du ein Retreat zum ersten Mal buchst, ist es wert, kurz auf die Veranstalter zu schauen. Wer ist die Facilitatorin? Wie lange macht sie das schon? Gibt es ein klares Container-Konzept (Schweigeregeln, Tagesablauf, Begleitung bei Krisen)? Bei seriösen Anbietern findest du das in den ersten Mails oder auf der Website.
Was du selbst mitbringen kannst: Bereitschaft, ein paar Tage offline zu sein. Das Handy weg, Mails aus, Social Media zu. Der größte Anteil der Wirkung eines Retreats kommt aus dem konsequenten Bruch mit dem Alltag — und der fällt schwerer, wenn du zwischendrin Slack checkst.
Tegernsee und Schliersee sind per BOB direkt aus dem Hauptbahnhof erreichbar — das spart Auto und Stress. Auch der Starnberger See, Ammersee und Würmsee sind bahn- technisch gut angebunden. Für tiefer gelegene Häuser im Voralpenland ist oft eine kurze Taxifahrt vom Bahnhof nötig — viele Veranstalter organisieren Fahrgemeinschaften ab München.
Wenn du mit dem Auto anreist, ist die Fahrt meistens entspannt — A8 Richtung Salzburg, A95 Richtung Garmisch, oder kleinere Landstraßen Richtung Tegernsee. Plane für die Rückfahrt nach einem intensiven Retreat genug Pausen ein. Direkt nach drei Tagen Stille auf die Autobahn ist keine gute Idee.
Für Menschen, die merken, dass ein Wochenende "Wegfahren" nicht mehr reicht, um wirklich abzuschalten. Für Phasen vor oder nach großen Lebensentscheidungen. Für Eltern, die zum ersten Mal seit Jahren ein paar Tage komplett für sich haben. Für Coaches und Therapeut:innen, die selbst Räume halten und merken, dass sie selbst einen Raum brauchen.
Du musst nichts mitbringen außer der Bereitschaft, ein paar Tage anders zu leben als sonst. Wer noch nie auf einem Retreat war, ist mit einem ruhigen Yoga- oder Meditation-Wochenende meistens gut aufgehoben — und kann von dort aus entscheiden, wo es als nächstes hingehen soll.